Die Musik zur Hochzeit



Disc-Jockey oder Live-Band – wer macht Musik?
Disc-Jockey oder Live-Band – wer macht Musik?
Bildquelle: © Jonas Härtfelder - Fotolia.com
Das Alter der Jungvermählten und ihrer Gäste spielt eine eher unerhebliche Rolle bei der Beantwortung der Frage, ob man sich eine doch relativ teure Live-Band zur Hochzeitsfeier gönnt oder die musikalische Beschallung der Party einem versierten Plattenaufleger mit Gespür für die unterschiedlichen musikalischen Bedürfnisse der Gäste überlässt.
Sowohl die Band als auch der Disc-Jockey sind in der Lage, den Saal zum Kochen zu bringen und bestimmte ausgefallene Musikwünsche zu erfüllen, die an diesem besonderen Abend einfach dazu gehören.

Hat sich das Brautpaar im Rahmen der Vorbereitung der Hochzeitsfeierlichkeiten entschieden, wer in welchem Raum für die Musik zur Feier zuständig ist, sollte eine genauere Absprache des musikalischen Programms erfolgen. Zu beachten ist ebenfalls, dass während der Hochzeitsfeier noch zahlreiche Party- und Überraschungsspiele stattfinden werden, die von Freunden und Verwandten des Brautpaares bereits vorbereitet und – meist heimlich – geprobt worden sind.

Ist die Wahl auf einen DJ gefallen, sollte sich das heiratswillige Paar im Vorfeld nicht nur auf entsprechende Empfehlungen oder Werbeflyer verlassen, sondern frei nach dem Motto „probieren geht über studieren“ durchaus den Teil eines Abends oder Nachmittags opfern, um den DJ in seinem Element zu erleben und um die Qualität seiner Arbeit beurteilen zu können. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, doch ob die Witze und Überleitungen des DJs zwischen den einzelnen musikalischen Nummern unter der Gürtellinie landen oder drüber, das kann und muss das Brautpaar im Vorfeld der Feier checken.

Sollte ihnen ansonsten die Performance gefallen, kann man mit dem Mann – oder der Frau – sicher besprechen, welche Fettnäpfe und böse Fallen an diesem Abend der Feier unbedingt auszulassen sind. Desweiteren kann man das Feintuning der Musikzusammenstellung sicher dem Fachmann überlassen, sollte aber im Vorfeld für musikalische Fixpunkte sorgen: Die Musikauswahl sollte alle Generationen und alle musikalischen Geschmäcker ansprechen und sollte auch vor Heino, Roy Black und den Wildecker Herzbuben nicht zurückschrecken. Die älteren Semester unter den Gästen wird es freuen und das Brautpaar eröffnet gern den Hochzeitstanz mit dem Evergreen „Ganz in weiß, mit einem Blumenstrauß...“ Der größere Teil der aufzulegenden Platten richtet sich jedoch danach, in welchem Alter sich das Brautpaar befindet und welchem Musikgeschmack es präferiert.

Sind Kinder bei der Feier anwesend, muß unbedingt auch an deren musikalisches Wohlergehen gedacht werden, damit sie mittanzen und mitfeiern können. Wenn sie sich langweilen oder aus Trotz über Tisch und Bänke gehen, kann das die Harmonie einer Hochzeitsparty empfindlich stören. Auch das Einbinden der eingeladenen Kinder gehört im Vorfeld mit dem DJ des Abends unbedingt besprochen. Wie auch die Auswahl einer mitreißenden Musik für den mitternächtlichen Schleiertanz oder die Erfüllung der zu erwartenden musikalischen Sonderwünsche. Jeder erfahrene DJ weiß da in der Regel, was da zu erwarten ist und was auf ihn zukommt. Bei sehr ausgefallenen Wünschen sollte man ihn jedoch rechtzeitig vorwarnen, um sich, ihm und den Gästen Enttäuschungen zu ersparen.

Wo spielt die Musik – das ist hier die Frage
Live ist Life – es spielt eine Band

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