Die Hochzeitstorte



Backen oder backenlassen – das ist hier die Frage
Backen oder backenlassen – das ist hier die Frage
Bildquelle: aboutpixel.de / HochzeitsTorte © Sven Schneider
Die preiswerteste Variante, an eine dekorative Hochzeitstorte zu kommen, ist sicher das Backen von eigener Hand.
Doch ein sicherlich berechtigter Brauch verbietet der Braut, selbst Hand anzulegen an ihre Torte – bringt Unglück, so sagt der Volksmund – und ob der Bräutigam so versiert ist, ein dreistöckiges Teil oder auch nur ein Erdbeerherz zu backen, darf bei aller Emanzipation von Mann und Frau durchaus bezweifelt werden. Bleiben als Alternative noch diverse Mütter und Schwiegermütter, doch auch die sollte man in der Regel mit einem solchen nicht unkomplizierten Ansinnen verschonen. Zu viel steht dabei auf dem Spiel, nicht nur der Familienfrieden...

Der Konditor, Dein Freund und Helfer

Der sicherste Weg, zu einer schönen und/oder witzigen Hochzeitstorte zu kommen, ist der rechtzeitige Gang zu einem guten Konditor. Die gelben Seiten helfen weiter und vor allem das Internet, denn man kann sich die passende Torte auch im Netz bestellen und liefern lassen. Das setzt natürlich Risikofreude voraus, ist aber ein bequemer Weg, zu einer originellen Hochzeitstorte zu kommen, bei der auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Teurer geht immer

Auch bei der Hochzeitstorte gilt wie bei jeder Anschaffung im Leben: teurer geht immer. Sieben Etagen haben ihren Preis, und der liegt so um die 500 Euro. Die Besprechung mit dem Konditor bzw. den Konditoren sollte man nicht mit vollem Magen angehen, denn natürlich werden in einer guten Konditorei dem zukünftigen Brautpaar Kostproben von allen vorhandenen Tortenvarianten serviert. Und da Probieren bekanntlich über Studieren geht, ist damit schon eine handfeste Entscheidungshilfe gegeben.

Welche Torte soll es sein?

Da man prinzipiell aus jeder Torte eine Hochzeitstorte machen kann, ist die wichtigste Frage, die mit dem Konditor zu klären sein wird: Welche Torte soll's denn sein? Er liebt die klassische Buttercremetorte, sie mag am liebsten Eierlikörtorte - was nun? Ganz einfach: Entweder gibt einer/eine nach oder man einigt sich wie in der Politik auf einen tragfähigen Kompromiss. Der könnte beispielsweise eine elegante Sachertorte oder Ratsherrentorte, Linzer Torte, Schwarzwälder Kirschtorte, Punschtorte oder Nusstorte sein.

Entscheidend ist auch hier einzig der Geschmack des Brautpaares. Doch auch die Ratschläge des erfahrenen Konditors sollte man schon beherzigen und bei der Auswahl der Torte immer auch das Wetter mit bedenken: Angekündigte Hitzewellen bergen so manches Risiko für die Pracht und Schönheit der Hochzeitstorte, vor allem für deren Verzierungen.
Tipp: Wer das Ausgefallene und ganz Besondere mag, dem sei eine Hochzeitstorten-Spezialität aus Frankreich empfohlen: Croqueembouche: Eine Riesenpyramide von kleinen gefüllten Windbeuteln, die mit Karamell zusammengehalten werden, garantiert ein unvergessliches Geschmackserlebnis.

Wohin mit den Resten?

Selten nur wird eine Hochzeitstorte von den Gästen völlig vertilgt, von der empfohlenen Croqueembouche mal abgesehen. Die Reste, so sie noch ansehnlich sind, sollten eingefroren werden und zum ersten Hochzeitstag in einer schönen Geste der Verbundenheit gemeinsam mit Trauzeugen und Brauteltern verzehrt werden.

Die Geschichte der Hochzeitstorte
Welche Hochzeitstorten gibt es und was ist eigentlich eine Motivtorte?

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