Die Hochzeitstorte



Augenweide und Labsal für alle Sinne
Eine gelungene Hochzeitsfeier hängt von einer guten, genauen Planung und vielerlei beachtenswerter Details ab. Und dazu gehört auch in nicht geringem Maß die rechtzeitige und richtige Wahl der einzig wahren Hochzeitstorte für den schönsten Tag des Lebens. Hochzeitstorten schmücken nicht nur das Fest, sie sind ein Genuss für alle Sinne. Kalorienzählen ist an einem solchen Tag sowieso verboten. Hochzeitstorten sind ein Traum aus Zucker, Sahne, leckeren Füllungen und überbordenden Dekorationen, bei denen der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Die Hochzeitstorte hat eine weite Reise zurückgelegt, bevor sie in voller Schönheit und klassischer Etagen-Pracht auf deutschen Hochzeitstafeln und Kaffeetischen gelandet ist. Je glanzvoller eine Hochzeit, umso auffallender und extravaganter sollte auch die passende Hochzeitstorte sein. Wer im improvisiert-familiären Rahmen im Wohnzimmer feiert, darf auch bei der Torte eine unkonventionelle Wahl treffen.

Die Geschichte der Hochzeitstorte



Die Geschichte der Hochzeitstorte
Bildquelle: pixelio.de / Torte mit Deco © jeca
Die Tradition der Hochzeitstorten bzw. -Kuchen reicht weit hinein in die angelsächsisch-irische Vergangenheit. Die Hochzeitstorte startete dann von der britischen Insel aus zu einem friedlichen Eroberungsfeldzug in die ganze Welt und wurde besonders in den USA zu einem wahren Kult bei jeder Hochzeit, der Maßstäbe zu setzen und die Gäste zu beendrucken hatte.
Doch auch in Großbritannien und Irland, wo die Hochzeitsfeier inzwischen einen so ausgefallenen Status hat, dass sich Brauteltern verschulden bzw. Kredite aufnehmen, um ihren Kindern eine möglichst aufwändige Hochzeit bieten zu können, ist die Hochzeitstorte nicht selten fast so groß wie die Braut. War der teuer verzierte Traum aus Zucker, Sahne und modellierten Marzipanblüten in der Vergangenheit ausschließlich vermögenden Leuten vorbehalten, so gibt es inzwischen Hochzeitstorten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.
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Welche Hochzeitstorten gibt es und was ist eigentlich eine Motivtorte?



Welche Hochzeitstorten gibt es und was ist eigentlich eine Motivtorte?
Bildquelle: pixelio.de / Hochzeitspaar auf Hochzeitstorte © Casyopaya
Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist – wie das Ja-Wort auch – ein festlicher Moment der Feier, dessen genauer Zeitpunkt klug und wirkungsvoll gewählt sein will. Empfehlenswert ist nicht nur das übliche nachmittägliche Zelebrieren der Torte. Man kann sie auch nach dem Mittagessen als festliches Dessert servieren. Doch ganz besonders effektvoll und unvergesslich läßt sich das Anschneiden der mit Wunderkerzen geschmückten Torte um Mitternacht gestalten.
Doch egal ob Dessert, Mitternacht oder Nachmittag: Beim Anschneiden der Hochzeitstorte fassen Braut und Bräutigam gemeinsam ein mit einer weißen Schleife geschmücktes Messer und schneiden das erste Stück aus der Torte. Wessen Hand dabei obenauf liegt, der hat in der Ehe künftig die Hosen an, so sagt zumindest die Überlieferung. In einigen Gegenden Deutschlands werden in die Hochzeitstorte geröstete und ungeröstete Kaffeebohnen eingebacken. Wer die ungerösteten in seinem Stück erwischt, kommt selbst bald unter die Haube. Wer die gerösteten abkriegt, bleibt noch lang allein.
Was von diesem Aberglauben zu halten ist, stellt sich spätestens heraus, wenn Tante Lisbeth auf der gerösteten Kaffeebohne kaut und Onkel Peter, mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, die ungeröstete erwischt hat...
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Backen oder backenlassen – das ist hier die Frage



Backen oder backenlassen – das ist hier die Frage
Bildquelle: aboutpixel.de / HochzeitsTorte © Sven Schneider
Die preiswerteste Variante, an eine dekorative Hochzeitstorte zu kommen, ist sicher das Backen von eigener Hand.
Doch ein sicherlich berechtigter Brauch verbietet der Braut, selbst Hand anzulegen an ihre Torte – bringt Unglück, so sagt der Volksmund – und ob der Bräutigam so versiert ist, ein dreistöckiges Teil oder auch nur ein Erdbeerherz zu backen, darf bei aller Emanzipation von Mann und Frau durchaus bezweifelt werden. Bleiben als Alternative noch diverse Mütter und Schwiegermütter, doch auch die sollte man in der Regel mit einem solchen nicht unkomplizierten Ansinnen verschonen. Zu viel steht dabei auf dem Spiel, nicht nur der Familienfrieden...
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