Der Gang zum Standesamt ist vom Gesetzgeber für Heiratswillige Pflicht. Deshalb sollten er und sie lange genug vor ihrem Wunschtermin in „ihrem“ Standesamt vorbeischauen. In jedem Jahr gibt es äußerst begehrte Heiratstermine wie zum Beispiel den 8.8.2008.
So setzte beispielsweise am 7.7.2007 ein wahrer Run auf deutsche Standesämter ein, die deshalb quasi „Sonderschichten“ einlegen mussten, um die vielen Heiratswilligen an ihrem Wunschtermin unter die Haube zu bekommen. Hat sich das zukünftige Brautpaar im Standesamt angemeldet und vorgestellt und den Wunschtermin samt Wunschuhrzeit festgemacht, beginnt das „Feintuning“. Denn die standesamtliche Trauung ist ein relativ fest gefügter Ablauf, der- während des Procederes selbst- nicht viel Raum für Spontanes lässt.
Bei der Vorbereitung auf die Trauung werden durch den Standesbeamten oder die Standesbeamtin persönliche Gespräche geführt, damit die Festrede des Beamten möglichst passend, persönlich und individuell ausfällt und nicht eine vorgestanzte Standart-Rede ist, die auch auf jedes andere Brautpaar passen könnte oder eben auch nicht.
Das Paar bespricht im Vorfeld außer der Festrede natürlich auch die Musik, die bei der Trauung zu Gehör gebracht werden soll. Ratsam ist es dabei, sich im Vorfeld schon konkrete Gedanken zu machen, was er und sie und die Schwiegermutter in spé zu hören bekommen werden.
Ist er ein Fan von Metallica und sie mag Robbie Williams, sollte er seine musikalischen Vorbehalte überwinden und auch für „Angel“ plädieren. Ebenfalls im Vorfeld ist abzuklären, wer aus der Familie und dem Freundeskreis mit zur Trauung ins Standesamt kommen darf und wer draußen warten muß, denn die Anzahl der Personen bei einer gesetzlichen Trauung im Standesamt ist meist doch recht begrenzt. Entgegen gängiger Vorurteile sind bei einer standesamtlichen Trauung keine Trauzeugen mehr vonnöten.
Standesämter befinden sich meist in mehr oder weniger hübschen offiziellen Gebäuden der Stadt oder der jeweiligen Gemeinde, sehr oft im Rathaus oder – so vorhanden- in einem Schloss oder auf einer Burg. Auf dem Platz davor können sich nach dem Festakt spontane Aktionen wie ein Ständchen der Freunde und Freundinnen, das obligatorische Glas Champagner oder das Werfen von Reis entfalten.

