Die Hochzeitsorte



Die Kirche als spiritueller Ort der Trauung
Die Kirche als spiritueller Ort der Trauung
Bildquelle: pixelio.de / Im Dom © rebalu
Sehr viele Brautpaare verbinden die gesetzlich vorgeschriebene standesamtliche Trauung mit der anschließenden oder später darauf folgenden Trauung in einer Kirche.
Die Kirche als Ort der Besinnung und der Spiritualität stellt einen ganz besonderen Rahmen für den schönsten Tag im Leben eines Brautpaars dar. Kirchen sind zumeist historisch eindrucksvolle Gebäude, die vielen Menschen Platz bieten und zudem Raum für einen großen Auftritt lassen.

Die kirchliche Trauung ist – nach einigen Jahren der trendigen Schmucklosigkeit – wieder ungeheuer angesagt bei Heiratswilligen. Es muss ja nicht gleich eine Märchenhochzeit wie seinerzeit jene von Verona Feldbusch und Franjo Pooth samt 500 geladenen Gästen im Wiener Stephansdom sein, um die kirchliche Trauung zu einem besonders festlichen und unvergesslichen Akt werden zu lassen.

Voraussetzung für eine Trauung in der Kirche ist die Tatsache, dass beide Heiratswilligen auch einer Kirche angehören, Kirchensteuern zahlen und getauft und gefirmt sind. Sollte dies nur bei einem von beiden der Fall sein, gibt es Möglichkeiten, die kirchliche Trauung trotzdem zu vollziehen. Es wird ein Kircheneintritt und eine Art spezieller Religionsunterricht im Vorfeld der kirchlichen Zeremonie stattfinden, doch mit Verständnis bei Pfarrern und Priestern ist durchaus zu rechnen. Auch die Zeremonie in einer Kirche braucht eine ausreichend lange Vorbereitung. Diese Zeit der Vorbereitung ist einerseits notwendig, um den „Wunschtermin“ des Brautpaares zu ermöglichen und ist andererseits Voraussetzung für eine gelungene Wort des Pfarrers, eingestimmt und individuell abgestimmt auf das bisherige und zukünftige Leben des Brautpaares. Bei der Trauung in der Kirche sind zahlreiche Fragen zu bedenken. Wie soll der Blumenschmuck im Gotteshaus aussehen? Werden Blumenstreu-Kinder gewünscht, die den Boden vor dem Brautpaar mit Rosenblättern schmücken? Wie sollen die Brautjungfern gekleidet sein und wer genau sollte zur Gästeschar in der Kirche gehören?

Jedes Brautpaar sollte sich rechtzeitig vor der kirchlichen Trauung diese Fragen stellen und sich gegebenenfalls Rat suchen bei Eltern, Freunden und Verwandten und natürlich beim Pfarrer ihres Vertrauens, der die Trauung vornehmen wird.
Die Trauung in der Kirche folgt seit Jahrhunderten relativ fest gefügten Ritualen, die den großen Reiz dieser Zeremonie ausmachen. So ist es im angelsächischen Sprachraum eine schöne Tradition, dass die Braut von ihrem Vater ihrem Zukünftigen übergeben wird: Arm in Arm schreiten Vater und Tochter den langen Gang entlang durch die Kirche bis vor den Altar und dort direkt neben den Bräutigam. Zu den festlichen Ritualen in der Kirche gehören natürlich der Wechsel der Ringe, der sich anschließende Kuss und die berühmten Worte „bis dass der Tod euch scheidet“.

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