Hochzeitsbräuche und Hochzeitsstreiche



Holzsägen, Taubenflug und Brautentführung
Holzsägen, Taubenflug und Brautentführung
Bildquelle: © Frank-Peter Funke - Fotolia.com
Viele schöne Hochzeitsbräuche sind in den vergangenen 50 Jahren auch aus Großbritannien und den USA nach Deutschland gekommen und haben sich harmonisch mit unseren Hochzeitsbräuchen „verheiratet“. So weiß auch kaum jemand, dass die lange Reihe von klappernden Konservendosen, die nach der Trauung an das Auto des Brautpaares gehängt werden, auf dass jene scheppern zur Freude des Brautpaares, ihrer Gäste und der Passanten, eigentlich ein Hochzeitsbrauch aus den Neuengland-Staaten, der amerikanischen Ostküste, ist.

Ein unumstößlicher Hochzeitsbrauch ist es, dass die Braut am schönsten Tag ihres Lebens etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes, etwas Blaues, am besten ein blaues Strumpfband, und einen Glückspfennig im Schuh tragen sollte. (old, new, borrowd, blue and a lucky penny in her shoe) Dieser schöne Brauch ist aus England zu uns gekommen, seine Symbolik ist einfach und anrührend: Bewahren des Alten, Aufbruch ins Neue, Treue, Freundschaft und Glück. Nach der Trauung und dem Reiswerfen muss das Brautpaar häufig gemeinsam unter der Anteilnahme und dem Beifall der Hochzeitsgäste einen Balken durchsägen, der auf einem Sägebock liegt. Das Brautpaar hat dabei eine Schrotsäge zu verwenden, bei der anwechselnd gezogen werden muß, damit sie nicht klemmt oder sich verhakt, auf dass die sprichwörtliche Säge nicht klemmt. Dafür braucht es wie in einer guten Ehe auch Balance und Sensibilität für den anderen. Eine relativ neue Tradition ist das Bespannen eines riesigen Drahtherzens mit Seide oder Papier, durch das sich das frischvermählte Paar gemeinsam einen Weg bahnen muss.

Häufig werden nach der Trauung Dinge oder Tiere in den Himmel entlassen: Weiße Tauben steigen auf oder hunderte rote Luftballons in Herzform entschweben für immer im Äther. Der in Stadt und Land praktizierte Hochzeitsbrauch der Brautentführung soll auf die unheilige mittelalterliche Tradition des „jus primae noctis“, das so genannte „Recht der ersten Nacht“ zurück gehen, bei der der adelige Grundherr willkürlich das Recht ausübte, seine Untertaninnen nach ihrer Hochzeit höchstselbst zu entjungfern. Dazu ließ er die sich sträubende Braut durch seine Landsknechte abführen.

Heute ziehen die Freunde des Bräutigams mit der Braut von Kneipe zu Kneipe und hinterlassen eine Zeche, die der Bräutigam dann begleichen muss. In einer nicht leicht zu findenen Kneipe warten die entführte Braut und ihre Entführer bei Musik und Getränken auf das Erscheinen des Gatten.

Auch das Brautstrauß-Werfen ist ein alter Hochzeitsbrauch, bei dem sich alle weiblichen Gäste bemühen, den Strauß zu fangen. Denn die glückliche Fängerin wird die nächste Braut in dieser Runde sein.

Häckseln und Reiswerfen
Autokorso, Schleiertanz und Weckerstellen

Hochzeits-Themen

- Anzeige -

Hochzeits-Checklisten

- Anzeige -
Geschenktipp zur Hochzeit
Benennen Sie einen bisher namenlosen Stern symbolisch - die persönliche Geschenkidee ab 98,- Euro.
MySTAR - Benennen Sie einen Stern

- Anzeige -

Tchibo.de - Jede Woche eine neue Welt!