Mythen und Legenden zum Ehering
Fingerringe gehören zu den ältesten Schmuckstücken der Menschheit überhaupt. Einst waren sie aus Holz oder Knochen geschnitzt, später wurden sie aus Eisen, Bronze oder Gold geschmiedet. Eheringe gab es bereits in der Antike, bei den Kelten, den Etruskern und im Ägypten der Pharaonen.
Da Ringe keinen sichtbaren Anfang und kein Ende haben, verkörpern sie seit Urzeiten die Ewigkeit und Unendlichkeit der Liebe.
Rechts oder links?
In der Antike wurde der Ehering ausschließlich links getragen.
Der Ringfinger der linken hand symbolisierte den direkten Weg zum Herzen des liebenden Menschen.
In den Mittelmeerländern, im Süden, in den USA und in Australien wird der Ehering noch heute aus diesem Grunde links getragen. In Deutschland und Skandinavien trägt man ihn ausschließlich am rechten Ringfinger. Die linke Hand ist hier dem Verlobungsring oder dem Freundschaftsring vorbehalten.
Drohendes Unheil?
Um den Ehering und dessen Verlust ranken sich abergläubische Mythen. Verliert die Gattin ihren Ring, wird die Ehe nicht mehr lange halten. Geht ihm das gute Stück verloren, steht drohendes Unheil vor der Tür. Kriegt der Bräutigam bei der Trauung den Ring nur schwer über den Finger seiner Angebeteten, bedeutet das, dass er künftig nicht mehr viel zu melden haben wird in der Beziehung, weil ab sofort jetzt sie die sprichwörtlichen Hosen anhat. Hakt der Ehering dagegen bei ihm, sollte die Braut misstrauisch werden und nach einer möglichen Rivalin Ausschau halten.

