Der Brautstrauß und Blumenschmuck



Der Brautstrauß und seine Tradition
Der Brautstrauß und seine Tradition
Bildquelle: aboutpixel.de / Hochzeit... © magical
Ob Brautstrauß à la Biedermeier, Ansteckssträußchen mit Myrthen für den Bräutigam, Tischschmuck aus Efeu und Blüten oder Blumenkranz für die Kirchenbank – bei einer Hochzeit spielen Blumen eine ganz besondere Rolle.
In einer globalisierten Welt wie der unseren ist es auch bei einer Winter-Trauung möglich, ein Meer von Blumen herbeizuzaubern. Die holländischen Nachbarn und vor allem die Blumenfarmer in Kenia bieten einen unendlichen Reichtum an Sorten und Farben, die per Flugzeug regelmäßig in Deutschland eintreffen und so immer frisch zu erwerben sind.

Der Ursprung des Brautstraußes

Die Geschichte des Brautstraußes geht in die frühe Neuzeit zurück. Unsere Ahnen und Ahninnen waren mit duftenden und würzigen Kräutersträußen geschmückt, wenn sie den Gang zum Altar unternahmen. Die frischen Kräuter und Gewürze hatten die Aufgabe, die bösen Geister und schlechten Gespenster, die dem Brautpaar das Glück nicht gönnten, zu vertreiben. Um Geister und Gespenster schließlich vollends zu verwirren, zogen mit der Braut und dem Bräutigam ähnlich wie diese angezogene junge Leute scherzend mit zum Altar. Erst im letzten Moment blieben die hinter dem eigentlichen Brautpaar zurück, voller Hoffnung, die Geister damit genug abgelenkt zu haben. Unsere Tradition der Brautjungfern geht auf diesen alten Brauch zurück.
Der Brautstrauß und eine seiner Variationen, der Blumenkranz im Haar der Braut, dokumentierten früher auch die Jungfräulichkeit der Braut: „Wir winden dir den Jungfernkranz...“ heißt es schon in Richard Wagners „Fliegendem Holländer“.

Was muss ein Brautstrauß können?

Der Brautstrauß soll in erster Linie das Kleid der Braut schmücken und den Typ der Braut unterstreichen. Er muss natürlich auch zum Anzug des Bräutigams passen und mit dessen Anstecksträußlein im Revers korrespondieren.Je größer und bombastischer die Hochzeit, umso größer und eindrucksvoller sollte man den Brautstrauß wählen. Doch Vorsicht: Eine zierlich-zarte Braut wird von einem zu opulenten Strauß förmlich erschlagen bzw. zur Marginalie degradiert.
Deswegen immer alles mitbedenken. Wie groß ist die Feier? Wie groß ist die Kirche? Wie üppig oder bescheiden ist das Brautkleid? Hat es eine Schleppe? Wie üppig oder schlank ist die Braut? Wie dominant ist der Brautschleier? Welche Farbe überwiegt?
Die Frau, die sich bald traut, sollte mit einer guten und vor allem kritischen Freundin all diese Fragen gründlich und vor allem ohne Scheu für sich beantworten. Von Schwestern oder Müttern ist in diesem Zusammenhang eher abzuraten, sie sind zu befangen, meinen es immer gut und sagend deswegen manchmal nicht die volle, schonungslose Wahrheit, die jedoch wichtig ist für jeden anderen, dann folgenden Schritt. Ist das geschehen, kann die Feinplanung des Brautstraußes und des gesamten Blumenschmucks für die Hochzeit beginnen.

Die Vorbereitung dieses nicht unwichtigen Aspektes einer Hochzeit nimmt einige Zeit in Anspruch und sollte unbedingt rechtzeitig in Angriff genommen werden. Jeder Florist, jede Floristin hat dafür Verständnis, denn es erleichtert ihnen die Kreativität der eigenen Arbeit.

Welcher Brautstrauß soll es sein?
Durch die Blume gesprochen – welche Blumen kommen in den Brautstrauß?
Der Blumenschmuck zur Hochzeit

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