Das Brautkleid



Wie darf's denn sein? Die Wahl des richtigen Brautkleides
Wie darf's denn sein? Die Wahl des richtigen Brautkleides
Bildquelle: aboutpixel.de / JustMarried © Sven Schneider
Stilbildend für die Brautmode ist bis auf den heutigen Tag das Brautkleid, das Prinzessin Diana bei ihrer Trauung mit Prinz Charles im Sommer 1981 trug.
Die junge, blonde Diana, aus der später die Königin der Herzen werden sollte, war bekleidet mit einer prachtvollen bodenlangen Robe im Stil der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, entworfen und handgenäht von den Designern Elizabeth und David Emanuel, die damit Weltruhm erlangten. Dianas Brautkleid hatte eine acht Meter lange Schleppe und war aus elfenbeinfarbener Seide. Das enge Mieder zierte kostbare Spitze, die üppig gerafften Ärmel waren mit Schleifchen besetzt. Dieser Traum in Weiß kostete 25 000 Pfund.

Der richtige Überblick

25 000 Euro wird heute kaum jemand für ein Brautkleid ausgeben, doch jede Hochzeitswillige sollte sich bewußt sein: Ein gutes, schickes Brautkleid ist nicht billig. Zusammen mit Schuhen und anderen Accessoires kommen leicht einige Tausend Euro zusammen. Empfehlenswert ist der Besuch einiger Fachgeschäfte für Brautmoden, um sich einen guten Überblick über das Angebot an Brautkleidern zu verschaffen. Wichtig ist es für die zukünftige Braut auch, sich klarzuwerden, welchen Frauentyp sie im Alltag verkörpert und welcher Typ Braut sie an ihrem schönsten Tag im Leben sein möchte. Das Hochzeitsfest hat durchaus etwas von einer gelungenen Inszenierung - mit Braut und Bräutigam in den Hauptrollen und dem Brautkleid als schönstem und beeindruckendsten "Kostüm" des Abends.

Kurz oder lang

Brautkleider gibt es in allen Saumlängen - von kurz über italienischer Länge (eine Handbreit unter dem Knie endend) bis hin zum bodenlangen oder dem praktischeren knöchellangen Modell. Empfehlenswert ist in jedem Fall das klassisch geschnittene lange Kleid. Es schmeichelt einfach jeder Figur, egal, ob die Braut schlank wie ein Model ist oder ein paar Pfündchen zu viel auf die Wage bringt (oder das zumindest glaubt.) Klassische Schnitte mit raffninierten Details stehen jeder zukünftigen Braut. Vorsicht ist geboten bei zu vielen Extras wie Schleifchen, Rüschen, Ansteckblümchen, Volants und aufwändigem Spitzenbesatz. Auch tiefe Rückendekolletees, Neckholderkleider und Corsagenmodelle stehen nicht jeder zukünftigen Braut.

Verspielt oder puristisch

Als Faustregel gilt: Je verspielter und beladener das Kleid ist, umso schmaler und zierlicher sollte seine Trägerin sein. Dieser Rat gilt auch für Schuhe, Hüte, Schleier, Taschen und Handschuhe zum Brautkleid. Auch hier ist weniger in der Regel mehr. Üppige Bräute sollten schmeichelnde, fließende und kaschierende Formen wählen. Ein gutgeschnittenes zweiteiliges Kleid kann da wahre Wunder bewirken.
Auch wenn es längst nicht mehr üblich ist, vor der Ehe keinen Sex zu haben und die Jungfräulichkeit der Braut durch die Kleiderfarbe weiß zu demonstrieren, sollte eine hochschwangere Braut nicht unbedingt in Weiß heiraten. Auch bei der Braut, die in der zweiten Lebenshälfte zum Altar schreitet, ist Weiß nicht unbedingt zu empfehlen. Doch auch für diese Braut gibt es vielfältige Möglichkeiten, elegant und aufsehenerregend gewandet "ja" zu ihrem Auserwählten zu sagen.

Die Historie des Hochzeitskleides
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